• Ascalon, Kryta und Orr
  • Jahrunderte lang herrschten die Menschen über den Kontinent Tyria, doch dieses änderte sich in den letzten 250 Jahren. Die Vorbestimmung der Menschheit war dem Untergang geweiht, die Existenz der Städte konnte nur noch durch die Hingabe ihrer Armeen vollbracht werden. Ascalon ist gefallen... Nun stand die Stadt Rin unter Kontrolle der Charr, eine große Flut machte Löwenstein dem Erdboden gleich, welches durch einige machthungrige Handelsgilden später wieder aufgebaut wurde und Orr... stand unter dem bestechlichen Einfluss der Untoten.

    In den letzten 2 Jahrunderten distanzierten sich die Götter von den Menschen und liessen die Welt ohne Hilfe unter gehen. Die Gebete der Menschen wurden von ihnen zwar erhört, doch sie wiesen ihnen nicht mehr den Weg, selbst als die Menschheit in letzter Hoffnung nach neuen Helden schrie, um dem Übel zu entkommen, antworteten ihnen die Gottheiten nicht. 

     

    Ascalon


     

    Als die Menschheit ihr Heimatland an die Charr verlor, suchten sie Zuflucht im Westen und Süden des Landes. Der große Nordwall ist gefallen und die Stadt Ascalon gleicht nun einer Ruine. Mit Prinz Ruriks Tod endeten die königlichen Adern. Dort wo die Flammengrat Berge mit den Zittergipfeln verschmelzen liegt die letzte Festung Ascalons. Der letzte Zufluchtsort mit dem Namen Schwarzfalkenstein war der Einzige der gegen die vielen Charr-Horden stand halten sollte.

    Der Konflikt zwischen den Charr und den Menschen, trieb die Menschen immer weiter in die Zittergipfel.
    Der große Krieg zwischen den Charr und den Menschen war zwar vorbei, allerdings war der Hass zwischen den Menschen und den Charr nicht geringer geworden, eher war er nun noch größer. Einsam verteidigt sich die Feste Schwarzfalkenstein gegen die Charr-Horden und wird mit der Unterstützung eines in Kryta gelegenen Asura-Portals mit Nachschub versorgt.

    Die Charr kräftigten ihre Kontrolle über Ascalon, welche sich über das bisherige Charr-Gebiet bis hin zu den Bergketten, die an die Kristallwüste reichten. Die Charr herrschten über die Gebiete um die Ruinen des großen Nordwalls bis zur Feste Schwarzfalkenstein, aber nicht ohne Gegenwehr der Menschen.

     

     

    Im letzten großen Krieg gegen die Charr, setzte König Adelbern die Macht seines Schwertes "Magdaer" frei, eine Reliquie aus Vorzeiten als die Gottheiten die Stadt "Arah" erbauten.


    Die Menschen und die Charr erzählen sich von einer Flamme in Form des Schwertes, die über dem größten Turm in der Stadt empor stieg. Durch eine weiß gefärbte sengende Hitze standen die gefallenen Soldaten Ascalons wieder auf. Erweckt die Macht des Schwertes Magdaer ihre Seelen zu neuem Leben. Dieser gespenstische Wiederstand zwang die Charr, den Krieg um die Stadt aufzugeben.


    Von diesem Tage an bewachten die Seelen der Soldaten die Ortsgrenze und die Ruinen. Sie wiedersetzten sich zwar den Charr, doch kooperierten sie nicht mit den Truppen Schwarzfalkensteins. Ihre Seelen sind nur Erinnerungen an die Vergangenheit, welche nicht von der Gegenwart ablassen kann. Einige glauben das irgendwann der rechtmäßige König Ascalons mit einem der Schwerter "Magdaer" oder "Sohothin" zurückkehren wird und die Seelen der Gefallenen ihre letzte Ruhe finden, doch bis zu diesem Tage sei Jedermann ihr Wiedersacher.

     

     

    Kryta


     

    Auch Kryta musste seinen Teil am Konflikt und seinen Kummer erleiden. Das einst so wohlhabende Löwenstein fiel an das gierige Meer, während seine Küsten von Stürmen, steigendem Meeresspiegel und Flutwellen verschlungen wurde. Nun ist das Land Kryta die letzte Bastion der Menschheit – und somit ihre letzte Hoffnung. Nach Belagerungen anderer Völker über Jahrhunderte, Pech und Unglück, möglicherweise sogar von den Göttern vergessen, befindet sich die menschliche Zivilisation am Rande der Auslöschung. Nur Krytas Krone hat bis in die moderne Zeit überdauert.

    Obwohl mehrere Gruppierungen dafür Sorge trugen, dass der Krytanische Thron wieder in der Hand des rechtmäßigen Besitzers – einem Nachfahren von Königin Salma – gelangte, gibt es immer noch keinen Frieden in der Talmark Wildnis. Die Territorien Krytas haben einige entscheidende Umbrüche erfahren – sowohl durch Krieg als auch durch interne Konflikte. Als das einzig verbleibende Königreich auf dem Kontinent von Tyria, war es Ziel der hierher strömenden Ascalonier, die ohne König und ohne echten Anführer waren. Die wenigen Menschen, die von sich behaupten können Orranischer Herkunft zu sein, tun dies nie in der Öffentlichkeit; wollen sie schließlich nicht mit diesen dunklen und gefährlichen Ländern dieser Zeit in Verbindung gebracht werden. Flüchtlinge von Elona und Cantha sehen sich durch das angestiegene Wasser von Orr gefangen, verzweifelnd versuchend eine Minderheit zu etablieren, während sie sich in die Gesellschaft von Kryta integrieren. Dieser Schmelztegel der Menschheit bietet nun das eine was alle suchen: Eine Heimat.

     

     

     

    Durch den Glauben in die Götter und die Würde des Krytanischen Geistes, festigte die Königin ihre Position über ihrem Volk und verfiel nicht in eine tyrannische Herrschaft. Von Anfang an waren sie gewillt die Ascalonischen Flüchtlinge bei sich aufzunehmen und als die Veränderungen in der Welt andere Menschen verstreuten und Canthaner und Elonier sich dieser Flüchtlingswelle in die neue Stadt Götterspitze anschlossen, fanden dort alle ein freundliches Heim in der hohen Bastion, errichtet als Ersatz für das in den Flutwassern von Orr verloren gegangene Löwenstein.

     

    Die Götterspitze, ein atemberaubendes Monument von weißen Podesten und hohen, bleichen Türmen, fand seinen Platz am Rand der Göttlichen Küste, weit entfernt von den Fluten der südlichen Buchten.In der Götterspitze wurde von der Königin eine Regierung eingesetzt, die allen Menschen – nicht nur einheimischen Krytanern – eine Stimme geben sollte. Senatoren, die Gesetze entwerfen und der Königin Vorschläge unterbreiten, die diese entweder umsetzt oder ablehnt. Diese Senatoren stammen aus allen menschlichen Völkern, mehrere Stimmen vertretend arbeiten sie im Konsens mit dem Willen der Königin. Ursprünglich war dieses System als Übergangsregierung für die Flüchtlingslager gedacht, doch in den 150 Jahren seit der Flut in Löwenstein, hat es sich zu einer stabilen Ordnung entwickelt, eine respektierte Führung und ein Meilenstein der krytanischen Kultur.


    Trotzdem ist Kryta nicht unangreifbar. Geheime Agenten des Weißen Mantels kämpfen noch immer für ihre unsichtbaren Götter, Zentauren, über den Kontinent verstreut, strömen in die Territorien der Menschen, kämpfend für jedes noch so kleine Fleckchen Land. Kryta ist ein Kriegsgebiet mit einigen sicheren Häfen, ein Land in der die Menschheit für ihre Sicherheit kämpfen muss – und ihre Zukunft.

     

     

    Orr


     

    Das aus den Tiefen des Meeres durch den Willen eines mächtigen untoten Drachens erhobene Orr steht nicht länger unter Kontrolle der Menschen. Die diese Länder durchwandernden Wesen sind verdorbene, widernatürliche Überreste von Orrs einst prächtiger Kultur. Ertrunken in Magie und unter Herrschaft eines schrecklichen Monsters, von dem es nur Gerüchte über seine Erscheinung gibt, dienen diese Wesen nun einem Drachen, der furchterregender und mächtiger ist, als jedes andere von Tyrias Geschöpfen.

    Der ältere Drache von Orr regiert diesen wiederaufgestiegenen Kontinent mit einem unbezwingbaren Willen und beansprucht die Halbinsel für sich. Die Stadt Arah, in der einst die wahren Götter wandelten, erhob sich an die Oberfläche um das Zuhause der Kreatur zu werden. Seine Ankunft kündigte eine Zeit von Umwälzungen und Veränderungen der Welt an. Obwohl Arah in Trümmern liegt und vom Drachen und seinen Dienern erobert wurde, berichten jene die das Wagnis eingingen, den Boden von Orr zu betreten, dass sie seine spitzen Türme bedeckt mit verrotteten Bannern und bewacht von verdorbenen Truppen des Drachen, gesehen haben.

    Als der Drache erwachte und die Halbinsel die Wellen durchbrach, stiegen einst zerstörte Gebäude und verwüstete Küstenstraßen ebenfalls aus dem Meer. Zusätzlich zum Ertränken der Küstenländer und der Überflutung der Stadt Löwenstein lies dieses unheilvolle Ereignis sogar die nördlichen Teile von Elona wieder ergrünen – eine Zeit lang. Die Veränderungen waren wahrlich umwälzend für ganz Tyria. Nur die Größten der Helden wagten sich in die zerstörten Städte von Orr, um das Abenteuer zu erleben sich dem Drachen und seinen Dienern entgegenzustellen, und die Macht dieser Kreatur ist nicht zu unterschätzen.

    Viele der Korsaren, die die Inselkette bewohnten, bevor die Halbinsel sich wieder erhob, wurden erfasst von der Macht des Drachen, verdorben durch seinen Atem und versklavt von seinem Willen. Schiffe mit schwarzen Segeln, angefertigt aus übernommenen Kosaren-Schiffen, segeln westlich von Orr entlang der Straße von Malchor. Diese Schiffe umrunden die Feuerinsel Kette und sind bemannt mit untoten Dienern des Drachen, die weder Feuer noch die See fürchten.

    Diese untote Armada hat jeglichen menschlichen Kontakt mit Cantha abgeschnitten. Nun wagt die untote Armee des Drachen sogar den Krieg entlang der nördlichen Grenze zu Elona und hält alle Tyrianer davon ab, in die anderen Länder aufzubrechen ... fürs Erste.