• Die Drachen
  • "Vertraue niemals der Vergangenheit. Es wurde zu viel vergessen, zu viele Dinge wurden unter dem Sand der Zeitalter verschüttet. Selbst deine eigene Erinnerung kann dich täuschen."

    - Decimus der Historiker

    Über die letzen 250 Jahre haben die Völker Tyrias viele Kriege und Konflikte überstehen müssen. Schlachten zwischen den Menschen und den Charr, zwischen den Norn und jedem der ihnen entgegen trat, sowie unzähligen anderen Völkern, haben den Frieden auf dem Kontinent erschüttert. Doch das sind nicht die einzigen Probleme. Nicht nur die empfindungsfähigen Völker sind untereinander verkettet, auch Monster und wilde Kreaturen gilt es zu besiegen. Allerdings warten noch weitaus gefährlichere Dinge in Tyria, die es zu entdecken gilt.

    Die Katastrophen, die das Land zerrissen und Löwenstein überfluteten, waren genauso wenig durch die Kräfte der Natur verursacht worden, wie die Erdbeben, die die Zerstörer in den Nördlichen-Zittergipfeln befreiten. Beides wurde durch die uralten Kräfte von wahren Drachen hervorgerufen. Gefährlicher, als alles was Tyra bisher erlebt hatte. Glint und Kuunavang waren noch jung, weniger mächtig, als jene die nun erschienen. Diese mystischen und entsetzlichen Kreaturen konkurrierten selbst mit den Göttern.

     

    Primordus war der Erste der uralten Drachen, der erwachte und seine Diener aus dem Schlaf weckte. Mit seinem Atem hauchte er Erde und Stein Leben ein. Durch den Tod des Großen Zerstörers, seines stärksten Generals, wurde das Erwachen der Drachen um zwei Generationen verzögert. Primordus jedoch erweckte neue Kreaturen im Untergrund, bis zu dem Tage, wo er seine Macht aus den Tiefen in die Welt von Tyria hinaustragen würde.

    Nach Primordus erwachten auch die anderen Drachen, Schritt für Schritt. Das Erwachen des großen Drachen unterhalb von Orr, brachte den Kontinent dazu sich zu erheben und löste Flutwellen aus, die die Küsten überschwemmten und tausende in den Tod rissen. In der Tiefsee unterhalb des Ozeans erhob sich ein weiterer Drache und ließ schreckliche Tentakelwesen entstehen, die aus jedem See und Fluss über die Länder herfielen. Wenige Jahre später erhob sich ein Drache in den Ländereien der Charr und flog über das Land hinweg. Das Land unter ihm wurde umgehend verdorben und verwandelte sich in eine Kraterlandschaft. Jedes Wesen, das durch seinen Atem berührte wurde, veränderte sich.


    Auch wenn diese Kreaturen Drachen genannt werden, unterscheiden sie sich zu Glint und Kuunavang wie die Nacht zum Tage. Mächtiger, älter und mit unglaublicher Magie geboren, werden diese Wesen von keinem Gott noch irgendeinem anderen Wesen in Tyria kontrolliert. Welche Verbindung sie zu diesen "jüngeren Drachen" haben ist unbekannt, doch teilen sie nicht ihre Gnade und Vertraulichkeit mit den anderen Völkern der Welt, wie Kuunavang und Glint es tun. Der Kreislauf ihres Erwachens reicht zurück zum Zeitalter der Giganticus Lupicus und vielleicht noch weiter bis zurück in die Prähistorie.
    Das Einzige, was man über diese Kreaturen weiß, ist dass sie kein Erbarmen, keine Neugierde kein Interesse an den Angelegenheiten der anderen Völker haben. Sie haben einzig und alleine das Ziel, zu beherrschen, zu kontrollieren und zu zerstören.