• World vs World
  • Einführung:

    Im World vs World PvP (WvW) kämpfen 3 Server um die Vorherrschaft auf einer in 4 Teile getrennten Karte. Jeweils ein Teil "gehört" einem der Server, dessen Spieler hier (recht geringe) Kampfvorteile und eine große Festung haben. Der mittlere Teil hat keinen Besitzer.

    Jeder Spieler wird auf Level 80 mit entsprechenden Lebenspunkten gebracht; dennoch ist seine Ausrüstung dieselbe, weshalb man kaum Schaden macht und sehr wenig Schutz gegenüber Gegnern mit lvl 80 Waffen hat.

     


    Basen
    :

    Es gibt 3 verschiedene Arten von Basen, die ein Server besitzen kann: Supply Camp, Tower, Keep.

    Das Supply Camp ist am leichtesten bewacht: Es hat keine Mauern und wird nur von ~3 Wachen beschützt. Um es für sein Team zu beanspruchen, muss man die Wachen und den Supervisor (also den Campaufseher) töten. Anschließend muss man sich solange im Zentrum des Camps aufhalten, bis die Eroberungsleiste vollständig ist.
    Das Camp dient dazu, Supplies (also Nachschub) für Towers und Keeps zu liefern. Diese können damit mehr Wachen anheuern, ihre Tore und Mauern reparieren, die Türme verstärken oder Verteidigunswaffen bauen. Außerdem können Spieler sich Supplies mitnehmen, um selbst Belagerungswaffen zu bauen, wenn sie einen Tower oder ein Keep erobern wollen. Die Supplies werden meist von Dolyaks transportiert, die unterwegs von Spielern eines gegnerischen Teams oder gar herumstehenden Monstern sehr leicht getötet werden können; im Zweifelsfall müssen sie daher eskortiert werden.

    Der Tower ist ein hoher Turm, der auf einer Mauer steht. Er hat 2 Wachen am Mauertor und noch einmal 3 bis 5 im Innern, ist also schon etwas schwerer zu knacken. Um ihn zu erobern, muss man entweder die Außenmauer oder das Tor zum Einsturz bringen (möglichst unter Benutzung einer oder mehrerer Belagerungswaffen wie z.B. Katapulten oder Golems), und anschließend den (Champion) Tower Lord einschließlich seiner Wachen töten. Danach sollte man sich solange im Kreis um den toten Tower Lord aufhalten, bis die Eroberungsleiste voll ist.

    Das Keep ist eine Festung, die aus mehreren Verteidigungsringen besteht. Fällt einer, können sich die Verteidiger zum nächsten zurückziehen. Um es zu knacken, braucht man daher schon eine große Anzahl an Truppen. Um sie zu erobern, muss man auch hier den (Legendären) Keep Lord töten und anschließend den Kreis frei von Gegnern halten, bis die Eroberungsleiste vollständig ist. Eine besondere Ausnahme ist hierbei das Stonemist Castle, das den absoluten Mittelpunkt des WvW darstellt und die stärkste Festung überhaupt ist - sie existiert nur in der mittleren Karte ohne Heimvorteile.



    Der Redlake Tower wird belagert.


    Sonstiges
    :

    • Es gibt auf den Karten Dörfer von bestimmten neutralen Kreaturen. Hilft man ihnen (z.B. wenn man ein Hylek-Dorf vor den Krait verteidigt), stellen diese sich im Gegenzug auf die Seite dieser Spieler. Sie kämpfen dann beispielsweise bei Belagerungen mit.
       
    • Außerdem gibt es die Orb: Als Server sollte man stets versuchen, sie zu besitzen. Hat man sie auf seinem Altar unter Kontrolle, bekommen alle PvP-Kämpfer dieses Servers mehr Lebenspunkte im Kampf. Dementsprechend ist sie natürlich schwer umkämpft.
       
    • Spieler können beim Quartermaster ihre Basis aufrüsten und so mehr Wachen, mehr Arbeiter, stärkere Tore, Belagerungswaffen usw. gegen ein wenig Geld ordern.
       
    • Wenn eine Welt um einiges weniger Spieler auf dem Schlachtfeld hat als ihre Gegner, so bekommen diese Spieler mehr Erfahrungspunkte, Karma und besseres Loot.
       
    • Das WvW hat abgesehen von Waffen auch eigenes Loot, wie zum Beispiel Baupläne für Belagerungswaffen.

     

    Wo ist eigentlich der Sinn vom WvW?:

    Abgesehen von jeder Menge abwechslungsreicher Kampfaction und -strategie, die nicht nur für PvPler ihre Reize hat, bekommt ein Server Punkte dafür. Und je mehr man davon hat, desto bessere Boni bekommen die Spieler, auch im PvE. Dazu zählen mehr Gold, eine bessere Kritische-Treffer-Chance usw.

     

    Und wie gewinne ich da jetzt?:

    Im Grunde ist beim WvW in größeren Schlachten der ganz persönliche Skill mehr oder weniger unwichtig. Viel entscheidender ist die Fähigkeit einer großen Gruppe, schnell Entscheidungen zu treffen und koordiniert zu handeln. Je nach Gruppengröße sollte man sich zudem ein entsprechendes Ziel suchen. Die Festung Stonemist sollte man mit 5 Leuten nicht zu belagern versuchen, ein Supply Camp ist mit diesem kleinen und gut koordinierbaren Trupp allerdings schnell erobert.
     

    Im Screenshot weiter oben ist ein typisches Szenario des WvW (die meisten Schlachten spielen sich vor Toren eines Towers oder Keeps und nicht auf offenem Feld ab):

    Szenario:

    • Grün belagert den Tower "Redlake" (der - anhand des Präfixes erkennbar - im roten Grenzgebiet liegt)
    • Rot ist stark in der Unterzahl, einige Verteidiger stehen außerhalb (was bei einer Belagerung und zahlenmäßiger Unterlegenheit grundsätzlich keine gute Idee ist)

     

    Mögliche Strategien:

    • Belagerungen sind immer ein Spiel auf Zeit. Je länger man eine Position belagert, desto länger bindet man seine eigenen Kräfte und desto wahrscheinlicher wird es, dass das Verteidigerteam (oder sogar die dritte Fraktion) einen von hinten überrennt und die ganze Arbeit zunichte macht. Daher kann man selbst als einzelner Verteidiger schon sehr viel erreichen, indem man zum Beispiel seine Supplies verwendet, um von innen das Tor zu reparieren. Dabei kann man auch auf das Lager im Inneren zurückgreifen. Die Angreifer sollten auf jeden Fall jede Versorgungskarawane vernichten und den Verteidigern so auf Dauer die Reparaturmöglichkeiten nehmen.
       
    • Generell ist Vorsorge für den Verteidiger aber die beste Strategie. Wenn ein Team einen Turm oder gar eine Festung erobert und zu erwarten ist, dass diese Position bald angegriffen werden könnte, sollte man versuchen, sie beim Quartermaster aufzurüsten. Das kostet zwar etwas Geld, aber für gewöhnlich ist eine Belagerung ein reines Zahlenspiel, bei dem ein Ausgleich nur mit schweren Waffen geschaffen werden kann. Eine Kanone auf der Mauer oder ein Kessel mit kochendem Öl über dem Tor können Wunder wirken.
       
    • Ein ähnliches Prinzip gilt auch für den Angreifer. Man kann sich durch gekaufte (oder gedroppte) Pläne Waffen bauen. Dies funktioniert allerdings nur im Team; je größer und mächtiger eine Belagerungswaffe, desto mehr Supplies braucht man für sie. Da ein Spieler nur 10 Supplies mit sich tragen kann, braucht man für eine wirklich mächtige Waffe (die auch mal 100 Supplies kosten kann) auch ein großes Team an Helfern.
       
    • Ein Überraschungsausfall durch einen Sprung oben von der Mauer kann in einigen Fällen auch funktionieren; gerade Nahkämpfer, die direkt vor dem Tor stehen, können nicht immer sehen, was hinter ihnen passiert. So können die Verteidiger eine gewisse (aber keine erhebliche) Unterzahl ausgleichen und die Angreifer dezimieren, bis sie überhaupt richtig reagieren können. Das funktioniert aber - wenn überhaupt - nur, wenn die Angreifer ein unorganisierter Mob sind. Allerdings können die Verteidiger auch bei einem Fehlschlag oft noch schnell durch ihr Portal wieder nach innen gelangen und sich neu organisieren.

     

    Mögliche Ausgänge des Szenarios:

    • Rot könnte eine größere Gruppe schicken (was in ihrem eigenen Grenzgebiet nicht unbedingt unwahrscheinlich ist); sollte sie die Angreifer vernichten, könnten sie das Tor reparieren und mögliche Erfolge der Belagerer wären zunichte gemacht.
       
    • Sollte allerdings Blau statt Rot die grünen Angreifer schlagen, könnten sie direkten Nutzen aus den Belagerungserfolgen ziehen und den Turm in kurzer Zeit selbst erobern. Die zurückgelassenen Belagerungswaffen der Grünen könnten sie allerdings nicht verwenden.
       
    • Falls Team Rot gut organisiert ist (zum Beispiel, indem sich eine Gilde zusammentut oder ein Commander eine größere Spielerzahl um sich schart), sollte es in der Lage sein, die Belagerung zu gewinnen. Eine kleine Gruppe von Verteidigern kann ein Tor einige Minuten halten, sofern die Belagerer nicht allzu viele Belagerungswaffen dabei haben. Verteidigungswaffen können darüber hinaus auch größere Kräfte in Schach halten. Sollten die Angreifer nicht einige Wachen bereithalten, um ihre Rückseite zu decken, können auch einzelne Spieler vom Verteidigerteam an ihnen vorbei durch die rote Tür (im Bild rechts neben dem Tor) in den Turm gelangen und die Verteidigung stärken.
       
    • Und dann ist da natürlich noch die Möglichkeit, dass Grün nach einigen Minuten den Turm erobert. In diesem Fall geht das Spiel danach irgendwann wieder von vorne los.




    Fazit:

    World vs World ist eine durchaus komplexe Angelegenheit, die aber sehr intuitiv funktioniert. Als Gelegenheitsspieler kann man jederzeit mitspielen oder gehen, wann man will. Mit Freunden oder der Gilde wird die Solo-Erfahrung allerdings nochmal um einiges bereichert, daher lohnt es sich definitiv, zusammen loszuziehen - und damit viel mehr zu erreichen.